Aktuelle Austellung
"Wir packen es!" im Kunststoff-Additiv-Museum

- In der Öko-Bilanz inzwischen ganz vorn: Mehrweg-Getränkeflaschen aus PET
Verpacken mit Kunststoffen bedeutet so viel mehr als Plastiktüten oder Joghurtbecher!
Mit gut 35 % gehen in Deutschland die meisten Kunststoffe in die Herstellung von Verpackungen aller Art. Sie werden für die unterschiedlichsten Güter gebraucht: ob als Transportschutz für High Tech oder damit Lebensmittel frisch bleiben. Verpackungen aus Kunststoff geben durch ihre Gestaltung aber vielen Gütern für den Endverbraucher ein Gesicht: sie gestalten die Markenidentität. Die Ausstellung "Wir packen es! Transportieren, Schützen und Werben mit Kunststoffen" vermittelt wichtige Aspekte dieses spannenden Themas in einer innovativen Ausstellungsarchitektur.
Die Ausstellung ist noch bis zum Juni 2013 im Kunststoff-Additiv-Museum der Baerlocher GmbH in Lingen zu sehen.
Küchendesign in der Hochschule Darmstadt

- Elektrischer Handmixer, schlagfestes Polystyrol, Bundesrepublik Deutschland um 1955, Hersteller: Bosch, K-2008-00028
Im Foyer des Instituts für Kunststofftechnik im Fachbereich Maschinenbau und Kunststofftechnik der Hochschule Darmstadt präsentiert sich der KMV wieder mit einem Ausschnitt aus seiner Sammlung. Diesmal geht es um all die kleinen und großen Helfer aus Kunststoff in der Küche.
Als robustes, leicht zu reinigendes Material schienen Kunststoffe der ideale Werkstoff für die Küche. Auch wenn Phenoplaste für den Lebensmittelbereich eher ungeeignet waren, eroberten sie doch ihren Platz als Bestandteil von Geräten wie Waagen, Mixern oder Kaffeemühlen, besonders wenn sie elektrisch betrieben wurden. Neue geschmacksneutrale Werkstoffe wie Melamin, Polystyrol oder PMMA, die helle Farben erlaubten, machten Kunststoffe in der Küche zum Renner.
Nach dem 2. Weltkrieg wurden Haushaltsgeräte in der Bundesrepublik zu einem Statussymbol. Wie der "VW Käfer" vor der Tür zeigten der elektrische Handmixer, der Entsafter oder die Kaffeemühle in der modern eingerichteten Küche, dass man es geschafft hatte. Zunächst dominierten Objekte in Pastellfarben im Stil des amerikanischen Stromliniendesigns, später kamen dann die minimalistischen Geräte des deutschen Nachkriegsfunktionalismus zum Zuge. Beispielsweise genießen die Entwürfe der Firma Braun aus den 60er und 70er Jahren Kultstatus. Inzwischen sind Elektrogeräte in der Küche nichts besonderes mehr und für jeden erschwinglich.
Die Auswahl in Darmstadt zeigt anhand von Alltagsgegenständen einen Einblick in die Kunststoff- und Designgeschichte. Die Ausstellung wird voraussichtlich bis zum Frühjahr 2010 zu sehen sein.
ikd - Institut für Kunststofftechnik der Hochschule Darmstadt, Haardtring 100, 64295 Darmstadt
EMS-Chemie: Die Chemiefabrik in den Alpen
Im Jubiläumsjahr 2011 lädt EMS zum Besuch einer Ausstellung am Standort in Domat/Ems ein.
Die zur Herstellung von „Emser Wasser“ (Ethanol aus Holz) im Jahr 1936 gegründete „Holzverzuckerungs AG“ hat sich in den 75 Jahren seit der Gründung zu einem internationalen Unternehmen für Hochleistungskunststoffe entwickelt. Rund 140 Fotografien, über 300 historische Dokumente, Requisiten und Anlagenteile sowie über 600 Produkt- und Anwendungsbeispiele aus allen Unternehmensphasen lassen ein spannendes Stück Schweizer Wirtschaftsgeschichte wieder aufleben. Der Kunststoff-Museums-Verein konnte einige Beispiele von Anwendungen für Polyamid aus seiner Sammlung zu diesem Projekt beisteuern.
Die Ausstellung kann auf Anmeldung besichtigt werden.
