Sie möchten eine Austellung mit dem Kunststoff-Museums-Verein realisieren?
Rufen Sie uns an: 0211 - 4560 413

Anziehen

Anziehen

Regenmantel, Polyvinylchlorid, Deutschland um 1965
Sandalette, Polyvinylchlorid, Entwurf: Alexandre Herchcovitch, Hersteller: Melissa, Rio Grande do Sul (Bras), 2007

Es war ein weiter Weg, bis Kunststoffe ihren Weg in die Modewelt fanden. Am Anfang stand die Schutzfunktion. Um Regen, Schnee und Wind abzuhalten, sind Folien oder Gewebe aus Kunststoff unübertroffen.

„Fahre fröhlich in die Welt mit Klepper-Mantel, -Boot und -Zelt“ - so wurde der legendäre Klepper Mantel beworben. Er startet 1926 seinen Siegeszug. Er bestand aus mit Gummi beschichtetem Baumwollgewebe und wurde bis 1988 produziert. Neue Kunststoff-Materialien erfüllten in der Folge die Zwecke immer besser: Polyester, PVC und Polyamid. Das zeigt der gelbe „Friesennerz“. Das Trägermaterial der 1968 entwickelten Regenjacke besteht aus Polyester oder Nylon und wird mit PVC beschichtet. 

Innovative luftdurchlässige Materialien wie z. B. Gore Tex haben zwischenzeitlich das Problem des Schwitzens gelöst. Auch die Umweltproblematik ist bei den Herstellern von Funktionskleidung angekommen: Anoraks und Rucksäcke aus recyceltem Material wie Fischernetzen, PET-Flaschen und Autoreifen sind heute im Trend.

Im schnellen Wechsel der Mode haben Kunststoffe auch einen festen Platz erobert. Fast unsichtbare Nylon-Strümpfe kleiden seit den 1940er Jahren Frauenbeine. In den 1960er Jahren wirbt man mit pflegeleichten und preiswerten Textilien aus Kunstfasern. 

Die Fußbekleidung aus Kunststoff hat sich von den billigen "Latschen" für den Strand oder das Schwimmbad zum begehrten Designerstück entwickelt.

In naher Zukunft wird vielleicht jeder sein eigener Modeschöpfer:

Die Verarbeitung im 3-D Druck verspricht die schnelle Umsetzung individueller Entwürfe und Maßanfertigung für alle.

zurück

 tools: