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Sitzen

Sitzen

Der Kunststoff-Freischwinger von Verner Panton, 1971
Eine Variante des "Monoblock", Niederlande 2016

In westlichen Kulturen ist das Sitzen auf Stühlen, Sesseln, Hockern und Sofas das Normale - sowohl in der Freizeit als auch häufig während der Arbeit.

Die Designgeschichte kennt daher eine unglaubliche Vielfalt von Sitzmöbeln. Produktdesigner und auch Architekten beschäftigen sich immer wieder mit dem Sitzen und dem Entwerfen von Stühlen.

Der "normale" Stuhl besteht meistens aus Sitzfläche, Lehne und vier Beinen. Das klassische Material der Wahl war Holz. Die Gestalter versuchen jedoch immer wieder, neue statische und konstruktive Lösungen für Stühle zu erkunden. Das Material spielt dabei die entscheidende Rolle.

Als Ikonen des Stuhldesigns der Moderne gelten die Stahlrohrstühle aus den 1920er Jahren. Diese hinterbeinlosen Stühle schwingen bzw. federn bzw. schwingen beim Besitzen leicht. Dafür hat sich der Begriff "Freischwinger" eingebürgert. Hinterbeinlose Stühle ohne diesen Effekt werden hingegen als "Kragstühle" (engl. cantilever chair) bezeichnet.

Die Entwicklung des Kragstuhls aus Kunststoff beginnt mit dem dänischen Designer Verner Panton in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der „Panton-Stuhl“ ist in verschiedenen Versionen bis heute erhältlich und gehört wahrscheinlich zu den bekanntesten Designobjekten aus Kunststoff. Andere Designer fanden alternative Lösungen für einen stabilen Kragstuhl aus Kunststoff. Der letzte in dieser Reihe ist bis jetzt der Stuhl „Myto“ von Konstantin Grcic.

Mit einer Jahresproduktion von 10 Millionen Stück ist jedoch ein ganz anderer Stuhl der Sieger unter den Sitzgelegenheiten aus Kunststoff. Der preiswert aus Polyethylen in Spritzgusstechnik hergestellte so genannte Monoblock ist überall auf der Welt in privaten Gärten und der Außengastronomie nicht mehr wegzudenken.

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