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Unter Strom - Mobiles Telefonieren

Handy? - Handy!

Als das Telefonieren mobil wurde...

In der deutschen Sprache wird das mobile Funktelefon durch ein englisches Adjektiv, eben „Handy“ bezeichnet. Laut Definition des Oxford Advanced Learner’s Dictionary of Current Englisch”, hier die Ausgabe von 1974, bedeutet „handy“: „convenient to handle, easily used“.

Nokia „Mobira Cityman“, Finnland 1987, K-2001-00096

1987 brachte Nokia mit dem „Nokia Mobira Cityman“ das erste Mobiltelefon als Handgerät für den NMT-Standard auf den Markt. Gemäß der Definition des Wörterbuches ist dieses Gerät aber so gar nicht „handy“: der anthrazitfarbene Kasten mit den harten Kanten hat wenig mit einer ergonomischen Form, die der Hand schmeichelt, zu tun. Dazu noch der überdimensionierte Antennenfühler! 

Frauen mit gut proportionierten Handtaschen hatten wahrscheinlich weniger Probleme, aber Männer stellte der Transport dieses Telefons sicher vor eine logistische Herausforderung: weder die Hosen- noch die Jackettasche des gemeinen Businessoutfits dürfte diesem Gerät gewachsen gewesen sein. Und das Ganze an der Schlaufe ums Handgelenk zu tragen, war sicher weder praktisch noch besonders sexy. Es sei denn, das Gegenüber kannte sich aus und wusste, dass der Neupreis für dieses Stück Technik einmal etwa 4.500 € betragen hat.

 

Noch schwerer zu schleppen: Frühes Handy von Siemens (K-2011-00003)

Auch wenn uns der „Cityman“ gestalterisch heute nur noch kurios vorkommt, stand er doch am Anfang einer der für uns selbstverständlichen Entwicklung, mit der Telefonieren an jedem Ort und zu jeder Zeit möglich wurde. Vorherige Lösungen waren noch unhandlicher: große schwarze Kästen, auf deren Oberseite der Hörer thronte und die man mit einem Gurt über der Schulter tragen musste. Da war dieser Gegenstand doch schon wesentlich kompakter, leichter und besser zu bedienen.

Seit dieser Zeit hat sich die Technik rasant entwickelt. Die Handys wurden immer kleiner und leistungsfähiger und nehmen ohne Probleme zusätzliche Funktionen auf: Digitalkamera, MP-3-Player, PDA und vieles mehr, je nach Ausstattung.

Fotohandy von Sony Ericsson, 2008, K-2010-00042

Außerdem kann der Nutzer unter vielfältigen schicken Designs und Farben wählen: zum Aufklappen, zum Aufschieben, niedlich in Pink oder smart in schwarz und silber. Es gibt spezielle Geräte für den Gebrauch von Kindern oder für Senioren.

Heute setzt eigentlich nur noch die menschliche Anatomie der Miniaturisierung Grenzen: die Tasten müssen sich mit normalen Augen erkennen und von Erwachsenenhänden bedienen lassen, sonst wird das Handy eben durch seine Kleinheit wieder zu einem unhandlichen Gegenstand.

 

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