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Polymethylmethacrylat

1933: Polymethylmethacrylat, Plexiglas

Das als "Plexiglas" bekannt gewordene Polymethylmethacrylat kam 1933 auf den Markt. Otto Röhm und seine Mitarbeiter hatten sechs Jahre zuvor das Sicherheitsglas entdeckt, indem sie zwei Glasscheiben mit einem durchsichtigen Kunststoffkleber verbanden und feststellten, dass man dieses Glas zwar mit dem Hammer bearbeiten, ja sogar Nägel hindurch schlagen konnte, es dabei aber nicht zersplitterte.

Weitere Versuche mit dem "Glas-Kleber" führten schließlich zum Plexiglas, wie es heute bekannt ist: ein leichtes, durchsichtiges Material mit optischen Eigenschaften, die dem Glas sehr ähneln, im Gegensatz zu diesem aber nicht splittert. Die Anwendungen dafür lagen auf der Hand: Schutzbrillen, Gasmasken etc. Röhm selbst ließ sich alsbald Brillengläser aus PMMA anfertigen, die er Zeit seines Lebens trug. Plexiglas ist sehr vielseitig und wird als Glasersatz überall dort eingesetzt, wo es auf Durchsichtigkeit, Leichtigkeit und Splitterfreiheit ankommt. Weniger offensichtlich ist seine Verwendung in Hörgeräten, Zahnprothesen oder als Knochenzement.

In den 50er bekam Plexiglas Konkurrenz durch Polycarbonat, das zwar teurer, aber dafür kratzfester ist.


WDR Zeitzeichen
 zum Patent von Plexiglas (Radiosendung vom 08.04.2014)

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