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Otto Bayer, Polyurethan

Otto Bayer

Lebensdaten:
1902 Frankfurt - 1982 Burscheid
1921: Chemiestudium, Frankfurt
1927: Chemiker bei IG Farbenindustrie AG
1933: Leiter des wissenschaftlichen Hauptlabors bei IG Farbenindustrie AG/ später Bayer AG, Leverkusen
1944: Honorarprofessor, Universität Köln
1951: Vorstandsmitglied der Bayer AG. Dort Leiter der zentralen Forschung
1961/ 1964: Mitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrats
Forschungsschwerpunkte:
Farbstoffe, Pflanzenschutzmittel, Makromolekulare Chemie, Entwicklung von neuen Kunststoffen
1930er Jahre: Suche nach Synthesefasern und synthetischen Kautschukmassen
Erfindungen:
1937: Grundpatent für die Herstellung von Polyurethan PUR
1941/1942: PUR-Schaum 

Erste Produkte:
1943/1944: Prototypen aus PUR-Schaum unter einer Außenhaut von Phenolharz-getränktem Papier - sogenannte "Sandwichteile". Geheimprojekt der Wehrmacht: Propellerblätter, Landeklappen, Schneekufen für militärisches Gerät.
1950er Jahre: Weiche Schäume für Polster und Matratzen. Harte Schäume für technische Applikationen und als Dämmstoff. Hinter Folien verborgen - Aufprallschutz im Automobil.
Herstellung:
PUR - ein Kunststoff, der sich nach dem Baukastenprinzip, wie kein zweiter, erweitern und verändern lässt. Neue Verfahren entstehen, um diesen Werkstoff aus zwei Komponenten wirtschaftlich zu verarbeiten.
Was durch Polyurethan möglich wird:
Als Hartschaum- Dämmstoff für Gebäude, Kühlschränke, Frachtcontainer ... Als Weichschaum - Polstermöbel, Matrazen. Im Automobilbau z.B. Komfortsitze, Stoßfänger, Spoiler, Dachhimmel. Als Kleber verbindet es Metall. Im Sportbereich z.B. Laufbahnen, extrem leichte Sportschuh-Sohlen. Die Sandwichbauweise macht Schule.
Einsatz heute:
Jahresproduktion: ca. 7 Mio t PUR-Rohstoff = 5 % aller in der Welt hergestellten Kunststoffe. Ca. ½ Mio Menschen sind mit der Herstellung und Verarbeitung von PUR beschäftigt.

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